"DER HUND IST DAS ABBILD DER EIGENEN PERSÖNLICHKEIT."

Nicht der Hund braucht einen Wesenstest, sondern der Mensch!

 

Mein Name ist Ronny Schubert.

Ich bin 44 Jahre alt und wohne in der Nähe von Bremen. Ich bin ein begeisterter Hundesportler und aktives Mitglied im DMC und im SV. Ich trainiere mit meinen Hunden im Bereich Vielseitigkeitssport.

Wie viele andere Hundesportler habe auch ich eine Menge Lehrgeld zahlen müssen. Das alte Sprichwort „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ trifft es da ziemlich genau.

Irgendwann stellte ich mir dann die Frage:

„Hundesport – sinnvolle Freizeitbeschäftigung oder Tierquälerei?“

Hundesportlern unterstellt man oft, ihren Hund als „Sportgerät“ zu sehen. Ihn zu sportlichen Höchstleistungen zu bewegen und, wenn er die Leistung nicht erbringen kann, ihn einfach durch ein neues „Sportgerät“ zu ersetzen. Dieses Argument ist sicherlich nicht immer von der Hand zu weisen. Grundsätzlich kann man dieses Phänomen wohl auch mit Pfeil und Bogen vergleichen.

Wenn man erstmal einen guten Bogen besitzt, will man auch so weit wie möglich und natürlich so genau wie möglich damit schießen. Dann trifft man jemanden, der einem einen Bogen vorführt, der weiter und genauer schießt. Auf einmal ist der eigene Bogen nichts mehr Wert und es muss unbedingt der Neue her. Glücklicherweise trifft dies nur auf einen kleinen Bruchteil der Hundesportler zu. Anders, als in anderen Sportarten, in denen Tiere eine Rolle spielen, ist im Hundesport kein großes Geld zu machen, somit scheiden finanzielle Aspekte also schon mal aus, die oft Ursache für eine solche Einstellung sind. Lässt man diese Hundesportler mal außer Acht, behandeln die meisten ihre Hunde deutlich artgerechter als mancher Hundesportgegner. Hunde, die den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und nur zum Fressen aufstehen oder Hunde, die für irgendwelche Schauvorführungen stundenlang geputzt und gebürstet werden, finden das sicherlich auch nicht gerade super. So was nennt man dann „Vermenschlichen“. Es gibt für Hunde nichts Schlimmeres, als nicht vernünftig beschäftigt zu werden.

Mein Hund ist mein Partner. Unser Training besteht aus Anforderungen meinerseits und natürlich auch aus Bedürfnissen seitens des Hundes. Ich versuche immer ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen und hoffe, dass für beide Seiten etwas Gutes dabei herauskommt. Sollte uns mal eine gute Prüfung gelingen, freue ich mich natürlich. Sollte das einmal nicht so sein, bleibt mein Hund trotzdem mein Hund und wir versuchen es wieder.

Erfolg ist für Hunde nicht messbar. Sie wissen nicht, was es bedeutet, eine VPG-Prüfung zu bestehen. Ich denke, Hundesport ist dann sinnvoll, wenn der gewählte Sport zum Hund passt, der Hundehalter es nicht übertreibt und den Hund nicht mit seinen Wünschen, Zielen und Trainingsmethoden überfordert.

Viel Spaß auf meiner Website! Hinterlasst bitte einen digitalen Fingerabdruck und schaut auf Facebook oder Working-Dog vorbei!

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